Kann man im Direktvertrieb überhaupt Geld verdienen – oder sogar davon leben? Unsere ehrliche Antwort: Es ist möglich, aber nur mit Einsatz und der richtigen Firma. Viele verwechseln „einfach“ mit „leicht“. Wie in jeder Selbstständigkeit musst du arbeiten. Hier unsere Checkliste aus dem Video.
Säule 1: Das Produkt
- Bist du selbst überzeugt? Die meisten fangen im Direktvertrieb an, weil sie vorher zufriedene Kunden waren.
- Wie groß ist die Zielgruppe? Privat und gewerblich, jung und alt, Familien und Singles? Je kleiner die Zielgruppe, desto schwerer der Verkauf.
- Ist es erklärungsbedürftig? Ein Produkt, das es im Supermarkt eins zu eins gibt, braucht keinen Direktvertrieb.
- Ist es einzigartig? Ideal ist ein patentiertes Produkt, das nur diese Firma herstellt.
- Wie langlebig ist die Qualität? Gute Produkte halten viele Jahre.
Säule 2: Die Firma
- Wie lange gibt es das Unternehmen? Neue Firmen haben oft noch Probleme mit Logistik und Abläufen.
- Wer führt die Firma? Was haben Geschäftsführung und Inhaber vorher gemacht?
- Ist sie Mitglied im Direktvertriebsverband? Der Verband prüft Regeln für Vertriebspartner und Kunden.
- Wo sitzt die Firma? Das sagt viel über Logistik und Erreichbarkeit.
- Was kosten Schulungen? Vorsicht bei Firmen, die vor allem an Seminaren und Veranstaltungen verdienen.
- Wie viele Partner sind wirklich aktiv? Und wie lange sind die hauptberuflichen schon dabei?
- Lebt die Firma von Endkunden? Oder nur vom Eigenverbrauch der eigenen Partner?
Säule 3: Das System
- Logistik: Wie schnell kommt die Ware beim Kunden an? Je später geliefert wird, desto später kommt auch die Provision.
- Produktion: Wird selbst produziert oder nur zugekauft und umetikettiert?
- Provisionsplan: Ist er einfach und nachvollziehbar erklärt?
- Stornohaftung: Wie lange musst du Provision zurückzahlen, wenn ein Kunde abspringt?
- Einkommensquellen: Gibt es mehr als den eigenen Umsatz, zum Beispiel Folgegeschäft mit Zubehör?
- Umsatzvorgaben: Musst du jeden Monat Ware abnehmen, um überhaupt Provision zu bekommen? Das ist ein Warnsignal.
- Struktur: Ein reines Zwei-Bein-System (binär) sehen wir kritisch.
Und dann: dranbleiben
Viele, die im Direktvertrieb scheitern, hören zu früh auf. Gib dem Geschäft Zeit, lerne von Menschen, die es schon können, und mach zuerst das, was funktioniert. Und: Nicht jeder Kunde sagt Ja. Das gehört dazu.
Aus unserer Erfahrung: Wir waren selbst lange skeptisch gegenüber Direktvertrieb. Heute raten wir jedem, nebenberuflich zu starten und erst dann umzusteigen, wenn es stabil läuft.
Wie das bei uns konkret aussieht, erfährst du auf der Seite Partner werden. Passend dazu: Ist ein Job im Direktvertrieb sicher?
Häufige Fragen
Kann man vom Direktvertrieb leben?
Manche schaffen das, viele verdienen nebenbei etwas dazu. Es hängt von Produkt, Firma und vor allem deinem Einsatz ab. Feste Zahlen kann dir niemand seriös versprechen.
Woran erkenne ich eine unseriöse Firma?
Typische Warnsignale: Pflicht-Abos für Partner, Geld vor allem durch Seminare, kaum Endkunden und Einkommen nur durch das Anwerben neuer Leute.
Haupt- oder nebenberuflich starten?
Nebenberuflich. Erst wenn es über längere Zeit stabil läuft, ist ein Umstieg sinnvoll.
Wir erklären dir ehrlich, wie die Partnerschaft bei uns im Team läuft – ohne Versprechen von schnellem Geld.
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